Musiktheorie
Musiktheorie steht als Überbegriff für die unterschiedlichsten Ebenen, sich systematisch mit Musik auf theoretisch-praktische Weise auseinander zu setzen. Zwischen diesen Ebenen gibt es allerdings keine klaren Grenzen, da sie alle miteinander auf ihre Weisen musikalisch verbunden sind. Deshalb stellen die angebotenen Fächergliederungen einen Schwerpunkt, der dem Schüler individuell bevorzugte Vertiefungen vermitteln kann. Alle Unterrichtsinhalte können an ausgewählten Hörbeispielen, Partituren, Notentexten oder am Instrument vermittelt werden. Deshalb bietet sich Musiktheorie nicht nur für Instrumentalisten, sondern auch für Musikliebhaber jeglicher Art von Musik an.
…steht als Überbegriff für die Vermittlung grundlegender musikalischer Begriffe. Kennen zu lernen sind: Notenlehre, Notenschlüssel, Bezeichnung der Oktavlagen, Tonarten, Quintenzirkel, Intervalllehre, einfache Akkordbildungen, einfache Kadenzen und einfache Formbildungen in der Musik. Dieses Fach bietet sich ergänzend zum Instrumentalunterricht sehr gut an, um die gängige Verständigung über Musik und ein Verständnis zum Notentext schneller zu entwickeln.
… ist ein Fach, das sich mit dem Setzen von Tönen in ihren harmonischen Zusammenhängen beschäftigt. Im Vordergrund steht hier der drei- bis vierstimmige Satz in Choralform, der im Stile des Kantionalsatzes (17. Jhdt.) und Bach-Chorälen geübt wird. Kenntnisse aus der Harmonielehre sind mit diesem Fach verbunden, da musikalische „Formeln“ wie Stufenpendel, Kadenzen, Sequenzen oder Modulationen in ihrer Anwendung stilistisch geübt werden.
… vermittelt Kenntnisse über die Zusammenhänge der Töne. Wie Akkorde aufgebaut oder Melodien unterlegt werden können. Je nach Bedürfnis des Schülers kann der Unterrichtsinhalt bis hin zur Vermittlung von komplexen Kadenzen, Sequenzen oder Modulationen vertieft werden.
… gilt seit dem 14. Jhdt. als hohe Kunstform der Musik, die bei Bach ihren Höhepunkt erreichte. Die Herausforderung dieser Musikform besteht darin, eigenständige Tonhöhenlinien in sich sinnvoll ergänzender Weise aneinander zu fügen. Methodisch wird diese Kunstform anhand bestimmter Regeln erlernt und durch das Komponieren von Stücken im Stile Palestrinas oder Bachs geübt.
… ist ein wichtiges Werkzeug, um Musik verstehbarer zu machen. Wie, was und in welche Richtung analysiert werden soll, bestimmt die Motivation des Schülers.
… beschäftigt sich mit der Frage nach Formbildungen in der Musik. Jede Epoche wurde von unterschiedlichen Formgestaltungen der Komponisten geprägt. Kenntnisse, welche Formen es gibt und wie diese aussehen, helfen bei der Auseinandersetzung mit Musikstücken, deren Erlernen, Spielen oder verstehen.
… ist ein wichtiges Handwerkszeug für jeden Musiker. Eine bewusste Schulung des Gehörs verbessert das Erlernen und Umsetzen des Notentextes, Partitur- oder Stimmenlesen. Das Hören von Akkorden, Intervallen und Melodien sowie rhythmische und höranalytische Übungen zu Musikstücken sind Unterrichtsinhalte dieses Fachs.
